Gudrun rettet die Grünen

Gudrun rettet die Grünen

Gudrun rettet die GrünenDie Grünen in Moers sind bei der Kommunalwahl mit einem blauen Auge davon gekommen. Die Stimmenverluste – 223 Wähler wollten nicht mehr grün wählen – wären wesentlich deutlicher ausgefallen, wenn nicht das Ex-SPD-Mitglied Gudrun Tersteegen, fast im Alleingang die grüne Kuh vom Eis geholt hätte. In ihrem Wahlkreis Kapellen-Mitte/Achterarthsheide holte sie ein Rekord-Ergebnis von über 15%. In 18 der 27 Moerser Stimmbezirke mussten die Grünen Federn lassen. Besonders die Verluste in Schwafheim (73 Stimmen weniger) und Utfort (64 Stimmen weniger) treffen angesichts sinkender Wahlbeteiligung hart.

Die Grünen schafften es im Vorfeld nicht, einen geeigneten Bürgermeisterkandidaten in den eigenen Reihen zu finden. Grüne Kommunalwahlplakate waren nicht vorhanden oder gut versteckt. Die Kommunalwahl hätte also für die Grünen ein böses Ende nehmen können, wäre da nicht die Gudrun mit ihren pfiffigen Ideen gewesen. Die Moerser SPD wird sich nachhaltig ärgern, dass die Kapellenerin nicht mehr für die Genossen aktiv ist.

Wahlanlyse - Die Grünen | Quelle: KRZN | Alle Angaben ohne Gewähr

Weshalb man jedoch die grünen Stadtverbesserwisserer wählen sollte, bleibt nach diesem Wahlkampf weiterhin unklar.  Der Wahlslogan „Wer grün wählt, wählt Moers hoch grün“ bleibt ein Rätsel. Bei der Kreistagswahl erhielten die Grünen im Moerser Stadtgebiet übrigens über 300 Stimmen mehr (insgesamt 3.847) als bei der Ratswahl.

 

Nächste Folge: Das gelbe Debakel von Moers