Die Wahrheit hinter den Zahlen

Bürgermeisterwahl

Die Stichwahl ist gelaufen: Moers hat einen neuen Bürgermeister. Wer in den letzten Wochen mit offenen Augen und Ohren durch die Stadt gegangen ist, für den war der Wechsel an der Spitze der Moerser Verwaltung keine Überraschung. Zu deutlich waren die Stimmen, die sich gegen Amtsinhaber Ballhaus ausgesprochen haben. Die eigentliche Sensation ist jedoch: Fleischhauer holt in der Stichwahl – trotz gesunkener Wahlbeteiligung – noch einmal 867 Stimmen mehr als im ersten Wahlgang.

Bürgermeisterwahl

Dass die SPD nicht erfolgreich für die Stichwahl mobilisieren kann – geschenkt. Dass Linkenchefin Kaenders zur Wahl Fleischhauers aufruft – geschenkt. Dass die Wahlbeteiligung ähnlich absackt wie bei der letzten Stichwahl vor zehn Jahren – geschenkt. Dass der SPD-Kandidat für das Landratsamt, Dr. Ansgar Müller,  4.675 Stimmen mehr erhält, als Norbert Ballhaus – geschenkt.

Der deutliche Vorsprung und das bessere Ergebnis, im Vergleich zum ersten Wahlgang, kann nur einen wahren Grund haben: Die Moerser Wählerinnen und Wähler haben bei der Stichwahl direkt die Möglichkeit genutzt ihren Unmut über die geplante Gr-Ampel zum Ausdruck zu bringen.

Damit ist das politische Chaos komplett. Ein CDU-Bürgermeister, eine Grusel-Koalition aus SPD, FDP, Grünen und Grafschafter, eine Opposition aus CDU und Linke und ein – bereits vorher – wiedergewählter SPD-Mann Rötters als Erster Beigeordneter. Dazu kommt eine drohende Haushaltslücke im siebenstelligen Bereich.

Daraus kann nur eine Schlussfolgerung gezogen werden: Moerser seid wachsam. Fallt nicht in einen sechsjährigen Schlummerschlaf. Mischt euch ein.