Der Fleischhauer-Effekt

fleischhauer-bannerDer CDU-Bürgermeisterkandidat Christoph Fleischhauer hat am Wahlsonntag ein sensationelles Ergebnis einfahren. 16.804 Wähler machten ihr Kreuz hinter seinem Namen. Amtsinhaber Norbert Ballhaus kam nur auf 14.836 Stimmen. Der Noch-Bürgermeister konnte damit nur 151 Stimmen mehr als die SPD erzielen. Sein Herausforderer hingegen überzeugte nicht nur die CDU-Wähler und erhielt 3.325 Stimmen mehr als seine Partei. In allen Wahlbezirken lag Fleischhauer damit deutlich vor dem ebenfalls um sechs Prozent gestiegenen CDU-Ergebnis. Besonders hoch war der Wählerzuspruch in Hülsdonk, Utfort und Repelen-Mitte. Ballhaus hingegen lag in einigen Stadtteilen sogar hinter dem SPD-Ergebnis. Das er in Utfort, dem Wohnsitz von Fleischhauer, 177 Stimmen hinter seiner Partei lag ist mit dem Nachbarschaftsbonus zu erklären. Das Stimmenminus in Repelen-Mitte/Genend und im Rheinkamper Ring schmerzt da umso mehr. Auch in seinem Wohnsitz-Stimmbezirk Kohlenhuck/Repelen machten immerhin 16 Wähler ihr Kreuz bei der SPD, nicht aber bei ihrem Nachbarn Ballhaus.

Wahlanalyse Bürgermeister im Vergleich zur ParteiFür die Stichwahl am 15. Juni 2014 sind das schlechte Vorraussetzungen für den SPD-Kandidaten. Zumal die Linke einen Wahlaufruf für den CDU-Mann ausgab und die Ampel-Partner FDP und Grüne keine Unterstützung für Ballhaus signalisieren. Da passt es ins Bild, dass die SPD bislang keine neuen Plakate für ihren Kandidaten klebt. Die SPD-Großflächenplakate zeigen immer noch das Europawahl-Motiv mit Martin Schulz. Die CDU ist hier fixer und bringt ihren Kandidaten weiter großformatig in Stellung.