Das gelbe Debakel von Moers

FDP-Debakel

FDP-DebakelDie Dortmunder Borussen sollten darüber nachdenken ihre Trikotfarben zu ändern. Gelb ist die Farbe der Verlierer. Die Moerser Freidemokraten haben, trotz Bürgermeisterkandidat und Werbematerialschlacht ihr Stimmenergebnis im Vergleich zur Kommunalwahl 2009 mehr als halbiert.

Waren es vor fünf Jahren noch 4.203 Wähler, so sank die Zustimmung für die gelbe Partei auf 1.964 Stimmen. Schlechter schnitten die Liberalen nur in den Jahren 1984 und 1994 ab (jeweils 4,3%). In allen 27 Wahlbezirken ging es bergab.

Besonders bitter: Das gelbe Spitzentrio aus Maas, Roots und Laakmann, das trotz des Debakels über die Liste in den Rat einzog, verlor in den jeweiligen Wahlbezirken dreistellig. Otto Laakmann verlor 124, Dino Maas 110 und Youngster Beret Roots noch 101 Stimmen. Insgesamt gingen 2.239 Wählerstimmen von der gelben Fahne. Ein schwacher Trost: Haben in Moers noch 5,03% FDP für den Stadtrat gewählt, waren es für Europa nur 3,38%. Es bleibt also Luft nach unten.

Wahlanlyse - FDP | Quelle: KRZN | Alle Angaben ohne Gewähr

Die FDP ist nun gut beraten, die nächsten sechs Jahre in die Opposition zu gehen und Vernunft anzunehmen. Der vorschnell geäußerte Wunsch Otto Laakmanns wieder stellvertretender  Bürgermeister zu werden, lässt jedoch zweifeln. Auch das Gefasel von einer Bürger-Ampel aus SPD, Grüne, FPD und Grafschafter geht deutlich in Richtung Machterhalt der kleinen gelben Splitterpartei. Eine solche Konstellation wird letztendlich auch die Grafschafter demontieren. Die Quittung folgt 2020.